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St-Ursanne, 410 m

Malerisches Städtchen am Doubs, in einem Jura-Quertal, inmitten waldreicher Ge-
gend. Geschlossenes, altertümliches Städtebild. Steinbrücke mit dem Standbild
eines heiligen Nepomuk als Brückenheiliger. Stadttore Sankt Paul und St. Pierre
aus dem 16./17. Jahrhundert. Brückentor von 1522. Die Kirche, eine Kirchengrün-
dung des 7. Jahrhunderts, ist eine der interessantesten der ganzen Schweiz. Bau
aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Kreuzgang mit Spitzbogenfenstern.
Brunnen mit dem Standbild des heiligen Ursicinus, der im 7. Jahrhunder das
Christentum einführte und hier die Kirche gründete.


in:
Ewe-Tourist Schweiz
Das Kleine Reisehandbuch (1. bis 12. Tausend)
Bern, Polyprint Ernst Weber, 1947, S. 201-202, 1 Abb.




Saint - Ursanne

...
Ein weiteres mittelalterliches Städtchen finden wir auf der rechten Seite des
Doubs: St-Ursanne. Die günstige Lage von St-Ursanne, in einem sonnigen und vor
rauhen Winden geschützten Tal, hat schon in alter Zeit Ansiedler angezogen.
Dies bezeugen keltisch-römische Gräber. Die heutige Stadt verdankt ihr Entste-
hen der Ankunft des irsichen Mönches Ursicinus, der sich von seinem Gefährten
Columban trennte und sich ums Jahr 612 hier, am Ufer des Doubs, niederliess,
wo er der Überlieferung nach in der nach ihm benannten Höhle als Einsiedler
lebte. Um das über seinem Grab erbaute Kloster herum bildete sich die heutige
kleine Stadt. Wenn man St-Ursanne mit seinem Toren und Brunnen betreten hat,
steht man in einer eigenartigen Welt. In ihr finden wir eine der bemerkens-
wertesten Kirchenbauten der Schweiz, die romanische Stiftskirche. Ein Kleinod
ist der hinter der Pfarrkirche befindliche Kreuzgang.




in:
Leu, E(rnst): Berner Jura. Seite 26, mit 2 Abb.

Bern, im Selbstverlag, 1967, 40 S., Abb.


BJ 3472



St-Ursanne

612 zog sich der hl. Ursicinus in die Einsiedelei zurück, die noch heute in einem
Felsen bei St-Ursanne zu sehen ist. Bald entstanden hier Kirche, Kloster und ein
kleines Städtchen. Das Städtchen hat seinen mittelalterlichen Charakter zum grös-
seren Teil bewahrt, die Stiftskirche mit einer romanischen Chorpartie aus dem 12.,
einem gotischen Langhaus aus dem 13./14. Jh. und einer romanischen Krypta zählt
zu den schönsten kirchlichen Bauten der Westschweiz. Besondere Beachtung verdient
das romanische Südportal. Der Weg führt über den Doubs auf ein landschaftlich
reizvolles, fast noch unberührtes Juraplateau, hinunter nach Soubey und erneut
wieder bergan nach
...
Saignelégier

in:
Auto Reisebuch Schweiz Europa.
Zurich, Verlag Das Beste aus Reader's Digest, 1980, S. 33.

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